Grundprinzipien des
Kopfsprungs
04. März 2026

Grundprinzipien für das Erlernen des Kopfsprungs – Leitfaden für Schwimmlehrkräfte und Trainer
„Ein guter Kopfsprung ist kein Sprung –
sondern ein ruhiges, sicheres Gleiten ins Wasser.“
Grundprinzipien
- Jeder Sprung erfolgt freiwillig
- Fußsprung muss vorher sicher beherrscht werden
- Arbeiten in kleinen, aufeinander aufbauenden Schritten
- Nächster Schritt erst bei sicherer Ausführung
- Ausatmen unter Wasser (Nase & Mund) ist zwingend
- Augen offen, keine Schwimmbrille
Technische Grundhaltung (für alle Übungen gleich)
- Arme gestreckt nach vorne
- Hände zusammen
- Kopf eingeklebt zwischen den Armen
(Ohren an den Oberarmen) - Ruhige Körperspannung
- Aktives Blubbern ins Wasser
Methodische Übungsfolge (vom Leichten zum Schweren)
1. Sitzen am Beckenrand
- Hände und Kopf vorsichtig ins Wasser führen
- Nur Vorbeugen, kein Gleiten
- Ziel: Wassergewöhnung & Atmung
2. Sitzen – Gleiten ins Wasser
- Aus der Sitzposition langsam ins Wasser gleiten
- Hände → Kopf → Oberkörper
- Kein Springen
- Ziel: Vertrauen & Kontrolle
3. Knien – Gesäß auf den Fersen
- Kind kniet, Gesäß auf den Fersen
- Hände zuerst ins Wasser
- Ruhiges Vorschieben
- Ziel: stabile Körperhaltung
4. Knien – Oberkörper aufgerichtet
- Gesäß nicht mehr auf den Fersen
- Mehr Höhe, gleiche Bewegung
- Ziel: Vorbereitung auf aufrechtere Startposition
5. Ein Bein angestellt
- Ein Bein steht, ein Knie am Boden
- Zehen des Standbeins greifen den Beckenrand
- Ruhiges Gleiten
- Ziel: Übergang zur Startstellung
6. Schrittstellung (Vorstufe Kopfsprung)
- Beide Füße am Beckenrand in Schrittstellung
- Hände ins Wasser, Kopf folgt
- Kein aktiver Absprung
- Ziel: kontrolliertes Hineingleiten in Startposition
Pädagogischer Merksatz
„Ein guter Kopfsprung ist kein Sprung –
sondern ein ruhiges, sicheres Gleiten ins Wasser.“
Hinweise für Lehrkräfte
- Kein Höhenaufbau
- Keine Beschleunigung erzwingen
- Lob für Mut und saubere Haltung, nicht für Weite
Wir wünschen viel Spaß beim üben, euer Aquakolleg Team.
